Körperklänge 

 

Zur Ausübung jeder Art von Kunst gehören neben Kreativität und Talent auch das Erlernen des Handwerks und die Möglichkeit zur öffentlichen Darstellung.

Der Zugang zu Musik-, Tanz- oder anderen Kunstschulen ist gerade für Menschen mit Behinderung schwer. Nicht nur die üblichen Barrieren, auch die „Barrieren im Kopf“ sind oft unüberwindbar.

Das Projekt „Körperklänge“ setzt hier mit einer universellen Unterstützung und Weiterbildung an.

 

Der gemeinnützige Verein "pro arte vivendi e.V." (1997) gründete vor 6 Jahren die Projektgruppe "Körperklänge" um sich gezielt auch für künstlerische Aktivitäten der Menschen mit Behinderung außerhalb des Vereins einzusetzen.

Diese Projektgruppe besteht überwiegend aus Vereinsmitgliedern, die hauptberuflich im Bereich der verschiedenen Kunstformen tätig sind und Sozialpädagogen aus unterschiedlichen Projekten für Menschen mit Behinderung. 

Neben der Förderung einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung ist es uns wichtig, talentierten Künstlern mit Behinderung die handwerklichen Fähigkeiten zu vermitteln, die zur Umsetzung ihrer kreativen Ideen erforderlich sind.

Dazu haben wir in Arbeitsgruppen, zusammen mit verschiedenen Partnern, gefördert von der

"Aktion Mensch", Weiterbildungskurse durchgeführt.

Außerdem wurden zahlreiche inklusive Konzerte und Ausstellungen organisiert.

 

 

Das neue Projekt „Inklusion lässt Körper klingen“

 

In vielen gemeinnützigen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen werden Freizeitaktivitäten (z.B. Musik, Foto- oder Malgruppen) angeboten. Es fehlen jedoch aus finanziellen und personellen Gründen oft die Möglichkeiten einer Qualifizierung und/oder Förderung besonders talentierter Teilnehmer.

Der Weg zum Erlenen einer soliden handwerklich fundierten Benutzung eines Instruments ist meistens nicht möglich. Ton oder Videoaufnahmen in Studioqualität sowie die Anleitung einen eigenen Text zu schreiben oder ein Lied zu komponieren findet kaum statt.

Hier hilft das Projekt "Körperklänge" mit professionell arbeitenden Musikern, Autoren, Malern, Fotografen, Regisseuren, Videokünstlern sowie ausgebildetem technischen Personal.

In den Arbeitsgruppen wird der inklusive Gedanke in Form des gemeinsamen Entdeckens des künstlerischen Potenzials gefördert. Durch die Entstehung von Bild und Tonmaterial sowie die Durchführung von Veranstaltungen mit dem gemeinsamen Auftritt von Künstlern mit und ohne Behinderung, wird der Öffentlichkeit ein funktionierendes Beispiel von Inklusion geboten.

Wir unterstützen damit die Bewusstseinsbildung zum selbstverständlichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung.

 

Im Bereich Musik sollen Einzelpersonen mit Behinderung und inklusive Gruppen in Seminaren unterstützt werden Lieder zu schreiben die dann im Tonstudio aufgenommen werden. Dabei sind die jeweiligen Künstler direkt an der Umsetzung des Entstehungsprozesses (Aufnehmen, mixen und mastern) sowie an der weiteren Bearbeitung (Grafik, Fotografie und Gestaltung) oder an der Produktion eines Videoclips beteiligt.

Vielleicht entdeckt dabei jemand der beteiligten Menschen mit Behinderung sein Interesse am Entstehungsprozess und kann sich in diese Richtung beruflich weiterentwickeln.

Hierzu können Praktikantenstellen angeboten werden. 

Mit dem fertigen Produkt werden Veranstalter und Medien beworben.

Es werden vom Verein inklusive Konzerte organisiert, in denen die CDs oder Videos vorgestellt werden.

Buchautoren wird die Möglichkeit geboten ein Hörbuch zu produzieren und Lesungen durchzuführen.

Das Projekt dient als Motivgeber für alle Maler und Fotografen, die sich an einer Ausstellung zum Abschluss der Laufzeit beteiligen möchten.